Tag: SACD

Re-Masters: Sinn und Unsinn

Posted on August 28th, by Christian Wenger in Analog, Digital, Musikhören. No Comments

Aktueller Anlass für meine Betrachtung ist die Neuausgabe der Studioalben von Maria Callas, von Warner Classics auf den 22. September 2014 angekündigt. Weshalb erscheinen heute Re-Masters so zahlreich und wie ist die Qualität im Vergleich zu früheren Masters zu beurteilen?

Re-Master sind einerseits als Geschäft der Musiklabels aber auch als eine Korrektur vorhandener Ausgaben der Werke und Alben einzuordnen. Ausschlaggebend für die Korrektur waren die CD-Transfers der Analog-Masters ab 1982.

Das Geschäft mit den Re-Masters
Die Logik ist einfach: Die Labels greifen in die Kataloge und legen frühere Alben in besserer Tonqualität neu auf. Ein lohnendes Geschäft, weil die Künstler von anno dazumal oft nicht mehr unter Vertrag stehen und mitunter auch nicht mehr leben. Da gibt es je nach damaligen Verträgen ausser den Urheberrechten nichts mehr abzuführen. Vorteil für die Musikhörer: Man kann zuweilen längst vergriffene Alben wieder neu kaufen.

Korrektur vorhandener Masters
In den 1980er-Jahren wurden CD-Transfers im Akkord bewerkstelligt. Die Popularität der CD erforderte es, die früheren Analogaufnahmen zu digitalisieren, um sie überhaupt auf CD herauszugeben. Die Wiedergabequalität liess in vielen Fällen zu wünschen übrig. Die Möglichkeiten der damaligen digitalen Tonverarbeitung waren im Vergleich zu heute eingeschränkt und heute bekannte qualitätsrelevante Ursachen wie Jitter noch kaum bekannt.

Es gab aber auch viele gute … Read More »


DSD neu entdeckt?

Posted on Juni 4th, by Christian Wenger in Digital. 5 comments

Direct Stream Digital kurz DSD heisst das digitale Format mit dem Sony den Tonträgermarkt Ende der 1990er Jahre neu definieren wollte. Nun gibt es echte DSD-Aufnahmen auch vermehrt als Download zu kaufen. In Folge unterstützen Audioplayer vermehrt das DSD-Format und neue D/A-Wandler ebenfalls. Ein Trend?

Die ursprünglichen Absichten und die Ergebnisse:
Sony verfolgte mit DSD mehrere Absichten:

Ein digitales Archivformat, mit dem man analoge und digitale Master in höherer Qualität in Mono oder Stereo dem Musikhörer anbieten wollte. Die Digitalisierung analoger Masterbänder mit DSD verdient eine gewisse Beachtung, sagen viele Musikhörer. Die besseren Resultate sind aber kritisch betrachtet auch mit PCM und hohen Samplingraten zu erzielen. Die Abkehr von physischen Tonträgern (SACD) und die Dominanz von PCM im Aufnahmestudio bei neueren Aufnahmen relativieren die Eignung von DSD.
Ein wirkungsvoller Kopierschutz zur Bekämpfung von Raubkopien. DSD kann bis heute von SACDs als Datenstrom nicht kopiert werden. Insofern wurde das Ziel erreicht. Das Potenzial von PCM-basierenden Digitalformaten mit hoher Auflösung (WAV, AIFF, FLAC) und deren Kopierbarkeit schufen eine beliebte Alternative zu DSD.
Ein damals neuer Tonträger (Datenträger) die SACD, mit der man die Grundlage für mehrkanalige Musikwiedergabe schuf. Die mehrkanalige Musikwiedergabe vermochte sich nicht durchzusetzen. Zu aufwändig ist das dafür notwendige Wiadergabesystem, zu gering (wenn überhapt) erwiesen … Read More »