Tag: Hi-Res

Wie bringt man Hi-Res unters Volk?

Posted on Februar 5th, by Christian Wenger in Digital, Musikhören. 1 Comment

Die Hi-Res-Initiative könnte scheitern. Der Gewinn an Klangqualität wird von „normalen“ Musikhörern kaum wahrgenommen. Es öffnet sich erneut ein Graben zwischen Audiophilen und Konsumenten. Dabei gäbe es eine einfache Lösung.

Heutzutage sieht jedermann fern mit HD oder besser. Die Bildqualität ist so viel besser, dass man darüber nicht diskutieren muss. Es ist eindeutig für jeden. Fakt ist aber, dass nicht der HD-TV alleine die bessere Auflösung bringt, sondern HD (oder besser) bei der Bild-Produktion. Zudem muss man anstelle von DVD nun BlueRay kaufen (teurer).

Bei der Produktion von Musik ist das anders. Die hohe Auflösung ist bei den Aufnahmen schon lange Standard. Bei den Tonträgern (Datenträgern) und den Downloads blieb sie lange ungenutzt. MP3 und AAC konnten und können das Potenzial der hohen Auflösung nicht nutzen. Die Musikproduzenten tun es bei U-Musik ebenso wenig. Sie verlangen von den Tonstudios ein Master, bei dem Qualität klein geschrieben wird. Die Dynamik wird massiv komprimiert, damit alles gleich laut und vor allem laut herüberkommt (Stichwort: Loudness Wars). Dazu gesellen sich übertriebene Sound-Effekte, damit alles auffällig und nervig klingt. Resultat ist Musik, die auch mit hoher Auflösung nicht wirklich besser klingt.

Es ist paradox, dass solche Produzenten von Neil Young für die Promotion von Pono-Hi-Res eingespannt werden. … Read More »


Hi-Res on the Road

Posted on Oktober 29th, by Christian Wenger in Digital. No Comments

Sind Music-Player für hochauflösende Musikformate ein gutes Business, eine sinnvolle Investition, eine Mode-Erscheinung, ein Objekt der persönlichen Profilierung, ein Muss für jeden Audiophilen unterwegs oder alles gleichzeitig?

Dazu mehr in diesem Testbericht von mir, erschienen in Avguide.ch:

 


Hi-Res Goes Public

Posted on September 4th, by Christian Wenger in Digital. 2 comments

Ich las am vergangenen Wochenende einen Artikel über High Resolution Audio in einer Sonntagszeitung. Ich war beeindruckt über eine seriöse Berichterstattung und über das Interesse der Publikumsmedien an diesem Thema.

Seriös war vor allem die Gegenüberstellung der Argumente pro und contra Hi-Res Audio. Der Autor zitierte auch Stimmen, die gegenüber der sogenannten CD-Qualität (16/44.1) keine Klangvorteile ausmachen und davon gibt es recht viele audiophile Musikhörer. Hohe Auflösung ist nicht gleichbedeutend mit hoher Qualität. Zu viele Faktoren spielen eine Rolle. – Aufnahmequalität, Wiedergabe-Kette usw.

Trotzdem ist der Journalist überzeugt, dass hochauflösende Musikformate populär werden könnten und das eigentlich nur noch die „Software-Seite“ einen potenten Anbieter braucht. Z.B. iTunes. Er zitiert auch hartnäckige Gerüchte, die den neuen iPhones die Hi-Res-Wiedergabe zuschreiben. Damit würde das Eis gebrochen, weil eine breite Öffentlichkeit wirkungsvoll sensibilisiert würde. Ungeachtet der tatsächlich wahrnehmbaren Klangverbesserungen bei mobilen Geräten und zum Teil fragwürdigen Kopfhörern oder üblichem Low-End-Equipment, entstünde ein breites Bewusstsein darüber, wie wichtig hohe Klangqualität ist und dass Musik dies verdient. Vorbei wären die Zeiten als AAC mit 256kBit/Sekunde in Stereo von mindestens 2 Generationen als „hohe“ Qualität verstanden wurde.

Leider ist es noch nicht so weit. Es gibt noch einige Hürden zu nehmen. Pono-Music scheint momentan etwas in der Sackgasse zu … Read More »


Pono in Verzug?

Posted on August 16th, by Christian Wenger in Digital, Musikhören. No Comments

Die bemerkenswerte Ponomusic-Initiative von Altrocker Neil Young scheint ein wenig an Tempo verloren zu haben. Einige Hintergründe zu einem neuen „Ökosystem“.

Die reale Umsetzung von Pono scheint sich zu verzögern. Wer bis Anfang Dezember einen Pono-Musicplayer vorbestellt, muss heute 399$ einzahlen und bekommt dann auf Weihnachten eine Besitzurkunde mit Autogramm von Neil Young und irgendwann im 1. Quartal 2015 das Gerät. Dann kann es losgehen mit den Downloads in sagenhafter Hi-Res Klangqualität. Wir sind da alle schon etwas abgebrüht, verwenden wir hochauflösende Musikwiedergabe doch schon heute und haben wir uns doch auch schon ein (Klang) Bild davon gemacht.

Erfolgreiche Kickstarter-Kampagne
Das Crowdfunding von Pono scheint dem Vernehmen nach sehr erfolgreich zu sein. Hinter Pono stehen Musiker, die sich infolge schwindender Gewinnbeteiligungen und dem Trend hin zu Musiksteamingdiensten mit dieser Finanzierungsmethode immer besser auskennen. Aber woher kommt das Geld? Wohl kaum aus den Reihen der jungen Generation, eher aus dem Dunstkreis aufgeschlossener Musikhörer, die sich mit Neil Young als Teil ihrer Vergangenheit noch identifizieren können.

Was ist neu an Pono?
Eigentlich nichts. Der Musicplayer vermag hochauflösende Musik wiederzugeben und ist allenfalls kostengünstiger als die heute käuflichen Geräte. Download-Anbieter wie HD-Tracks gibt es auch schon länger und da hat Pono auch keine unbekannten Pfeile im Köcher. Neu … Read More »


Die Hi-Res Initiative

Posted on März 27th, by Christian Wenger in Digital, Musikhören. No Comments

Neil Young, SONY und andere lancieren eine glaubhafte Initiative, mit dem Zweck, hochauflösende Musikformate einem breiteren Publikum zugänglich zu machen.

Neil Young lanciert Pono Music. Mit dem Pathos des qualitätsbewussten Rock-Musikers versucht Young mit einer glaubwürdigen Botschaft Musikhörer auf breiter Front von den emotional spürbaren Vorteilen hochauflösender Musik zu überzeugen. Pono Music lanciert demnächst ein mobiles Gerät, primär für den Anschluss von Kopfhörern, kombiniert mit einer Download-Plattform, die den Kauf unterschiedlicher Musikqualität bei grossem Repertoire auf einfache Weise ermöglicht. Im Grunde ist Pono Music nicht gerade eine Weltneuheit, da es mobile Geräte für die Wiedergabe hochauflösender Musikformate bereits seit einiger Zeit gibt und zwar primär von Astell & Kern.

Getreu den früheren Erkenntnissen, die bei Apple zu iPod, iTunes und dem iTunes Store führten, lanciert Pono nicht nur ein erschwingliches Gerät für die Wiedergabe, sondern auch eine Infrastruktur für den Kauf der Musik. Daran mangelte es bislang, weil man wie in dem MP3-Zeiten vor iTunes ein wenig überall und ein wenig nirgends Titel und Alben herunterladen konnte. – Mit uneinheitlichen Prozeduren. Das ist nicht mehrheitsfähig und nur etwas für uns Aficionados.

Man beklagt in der Audio-Branche zwar eine zunehmende Ignoranz der Konsumenten gegenüber hoher Musikqualität, einschlägige Marktforschung (Bsp. SONY) zeigt aber ein anderes … Read More »